Der Wille, wo Entscheidungen getroffen werden und der Denkprozess wurden (von den Wissenschaften) schon immer als getrennt betrachtet.
Wenn du also siehst, dass du über etwas nachdenken musst, um eine Entscheidung zu treffen, verwirrst du deinen Geist. Weil der Wille keine Gründe haben muss. Gründe ergeben sich aus der Wahl, die du triffst.
Ich kenne Leute, die denken, sie müssten überlegen, um eine Entscheidung zu treffen. Und es fiel ihnen immer schwer, sich zu entscheiden. Weil sie die falschen Fähigkeiten benutzen.
Der Wille ist sehr nahe an und fast dasselbe, wie das nichtduale Bewusstsein reiner Liebe.
John Troy
erkennen
Texte über Einsicht, Wandel und das Erkennen dessen, was wirklich ist.
Hier geht es um Shifts, direkte Erkenntnis und Momente klaren Sehens.
Widersetze dich nicht der Wirklichkeit
Die Wirklichkeit ist sich selbst treu. Sie ist verlässlich immer die Wirklichkeit. Widersetze dich ihr und es wird weh tun. Immer wieder.
Adyashanti Sein: Die wahre Natur der Erleuchtung
Schutzvorrichtungen
Letztlich erweisen sich alle unsere Vorstellungen von uns selbst und der Welt als Schutzvorrichtungen gegen das schiere Sosein aller Dinge. Und das so genannte Ego ist einfach der Mechanismus, mit dem sich unser Bewusstsein gegen das Leben stemmt.
Adyashanti Sein: Die wahre Natur der Erleuchtung
Es gibt kein Universum da draußen
Die Welt, wie ich sie kannte, hörte auf zu existieren.
Bis dahin dachte ich, es gibt das Universum und alles ist ein Teil davon. Das Universum umfasst alles. Beinhaltet alles. Wir existieren innerhalb des Universums. So wie alles andere auch. Der Himmel, die Erde, die Tiere, die Bäume, die Sonne, die Sterne, …
Doch es gibt da draußen kein Universum. Es gibt überhaupt kein Dadraußen. Das einzige, was es gibt, ist Erleben. Wir können nicht nachschauen, ob es noch etwas außerhalb davon gibt. Es kann höchstens geglaubt werden.
Das Erleben beinhaltet alles. Auch das Universum.
Das Universum, die Erde, die Tiere, die Bäume, die Sonne, die Sterne befinden sich innerhalb des Erlebens. Nicht außerhalb davon.
Wenn es sich wie ein Abschied anfühlt, fühlt es sich richtig an
Es geht um die Wahrheit und um nichts anderes.
Und wenn es sich wie ein Abschied anfühlt, dann fühlt es sich richtig an.
Es geht darum, alles loszulassen. Und es gibt nichts, was dich retten kann.
Denn es gibt kein Du.
Es ist die Illusion von diesem Du, die sich verabschiedet.
Was passiert im Shift?
Um die Ich Illusion zu durchschauen gehen wir in die direkte Erfahrung. Hier trennen wir das sinnliche Erleben von gedanklichen Interpretationen.
In der direkten Erfahrung gibt es kein Ich (und auch keine anderen Illusionen oder Annahmen).
Beim Durchschauen der Ich Illusion geschieht folgendes: Die Ichlosigkeit (no self), die wir in der direkten Erfahrung erleben, wird zu unserer Alltagserfahrung. Es ist dann nicht mehr notwendig in die direkte Erfahrung *zu gehen*. Die Ichlosigkeit ist dann immer erlebbar. Allgegenwärtig. Wobei es so natürlich weder Ich noch Ichlosigkeit gibt.
Wenn wir also in die direkte Erfahrung „gehen“ müssen, um Ichlosigkeit (no self) zu erleben, ist der Shift noch nicht erfolgt.
Diesen Shift zu erfahren ist wichtig, denn sonst ist die Ich Illusion nicht durchschaut und wir können die nächsten Fesseln nicht lösen. Die nächsten Fessel untersuchen wir nicht mehr in der direkte Erfahrung, sondern in unserer dann Alltagserfahrung – ohne den Ich Filter.
Wenn du also merkst, dass du in den nächsten Fesseln nicht weiterkommst, kann es daran liegen, dass die Ich Illusion nicht vollständig durchschaut ist.
Was kannst du machen? Einfach immer weiter schauen. Mache alle Übungen zum Erkennen der Ich Illusion immer wieder und prüfe: Es gibt kein Ich – ist das wahr?
Bist du eine Geschichte?
Wer bist du – ohne die Geschichten, die es über dich gibt?
Wer bist du, ohne deine Vergangenheit? Ohne deine Zukunft?
Wer bist du – in diesem Moment – wenn du die Geschichten weglässt?
Gibt es dich vielleicht nur in den Geschichten über dich?
Bist du eine Geschichte?
Subjekt des Wollens
Als Subjekt des Wollens bin ich ein höchst elendes Wesen und all unser Leiden besteht aus Wollen. Das Wollen, Wünschen, Streben, Trachten ist durchaus Endlichkeit, durchaus Tod und Qual.
Schopenhauer