Was stellst du dir unter Erwachen vor?
Etwas Großes?
Etwas Besonderes?
Vielleicht sogar etwas Unerreichbares?
In der direkten Erfahrung zeigt sich etwas ganz anderes.
Texte, die Hintergründe und Zusammenhänge erklären.
Hier geht es um Einsicht durch Klarheit – um das Verstehen buddhistischer Konzepte, der 10 Fesseln und der direkten Erfahrung.
Was stellst du dir unter Erwachen vor?
Etwas Großes?
Etwas Besonderes?
Vielleicht sogar etwas Unerreichbares?
In der direkten Erfahrung zeigt sich etwas ganz anderes.
Der Glaube an ein Selbst wirkt selbstverständlich.
Gedanken, Gefühle und Handlungen scheinen eindeutig jemandem zu gehören.
Doch was passiert, wenn genau diese Annahme einmal direkt untersucht wird?
Die zweite Fessel ist der skeptische Zweifel – das Misstrauen gegenüber direktem Sehen und dem Weg, der dorthin führt.
Die dritte der 10 Fesseln ist die Annahme, wir könnten durch Rituale, Gebete, Opfer Erlösung erlagen.
Gibt es ein Ich, das denkt, erlebt, wählt, entscheidet, handelt?
Früher hätte ich geantwortet: „Klar, gibt es das. Ich bin das! Ich denke, ich entscheide, ich handel!“
Ich bin es, die meinen Körper lenkt! Ich bin die Bestimmerin, die sagt, wo es lang geht! Die oberste Entscheidungszentrale. Die Pilotin.
Aber dann passierte etwas, was mein Ich aus der Bahn warf. Ich schaute etwas genauer hin.
Die Ich-Illusion zu durchschauen ist der erste Schritt auf dem Weg zum Erwachen – der sogenannte Stromeintritt.
Es ist der Moment, in dem klar wird, dass das Ich, das du immer für dich gehalten hast, nie existiert hat.
Nichts Mystisches, nichts Abgehobenes – sondern ganz einfach, ganz real, mitten im Leben.
Begehren nach Formfreiheit ist die Annahme, wir hätten die Fähigkeit zur Wahrnehmung.
Die vierte und fünfte der 10 Fesseln sind die Annahmen wir hätten die Kontrolle darüber, wie die Dinge laufen.