Alles darf da sein

Schuld, Angst, Verwirrung, Müdigkeit, Tränen, der Wunsch, es richtig zu machen – alles gehört dazu. Nichts davon ist falsch.

Es ist ganz normal, dass auf dem Weg durch die Fesseln viele Gefühle auftauchen. Manchmal ist da Schuld, manchmal Angst, manchmal einfach Erschöpfung. Und manchmal auch das Gefühl, versagt zu haben, weil man „nicht genug“ schaut oder „nicht weiterkommt“.

Aber hier geht es nicht darum, genug zu tun. Es gibt keine Skala von „engagiert“ oder „nachlässig“. Das Sehen geschieht nicht durch Anstrengung. Es zeigt sich mitten im Leben – während du atmest, kochst, arbeitest oder weinst.

Wenn Angst auftaucht – die Angst, etwas zu verpassen oder nicht bereit zu sein – dann gehört auch sie dazu. Du musst sie nicht loswerden. Schau einfach hin: Hier eine Empfindung. Dort ein Gedanke. Hier eine Spannung im Körper.
Alles darf Teil dessen sein, was gesehen wird.

Es geht nicht um Perfektion. Sondern darum, immer wieder zurückzukehren. Einfach, direkt.
Jedes Mal frisch.

Frage:
Jetzt – ohne das Wort „Ich“ zu benutzen – was ist hier?

Wenn du schaust, beschreibe ruhig, wie das Schauen ist:
Was geschieht im Körper? Welche Gedanken tauchen auf? Verändert sich etwas?
Das Schauen selbst ist der Weg. Ganz gewöhnlich, ganz nah am Leben.


Wenn dich das anspricht, kannst du auf verschiedene Weisen weiterschauen:

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