Annahmen

Alles wirkt eindeutig.

Du siehst. Du hörst. Du weißt.

Aber stimmt das wirklich?

Du sitzt hier.

Du liest diesen Text.

Der Raum ist da.
Der Körper ist da.
Gedanken sind da.

Alles wirkt klar.

Oder?


Ein Zitat

Unsere Augen sind weit geöffnet, und wir sehen die Realität völlig klar. Dies ist so offensichtlich, dass es sich jenseits aller denkbaren Zweifel befindet. Doch es ist unwahr. Unser Sehvermögen ist derart von emotionalem Treibgut der Selbstheit verdunkelt, dass das, was wir die nackte Realität nennen, in Wahrheit nur ein schwacher Schein ist, den wir durch fest verschlossene Augenlider wahrnehmen, gerade genug Licht, das zu uns durchdringt, um die innere Traumlandschaft wahrnehmen zu können.

Auf der Suche nach Wahrheit, Gott, Bedeutung, Überbewusstsein, Vereinigung mit Gott, Glückseligkeit, Erlösung oder welchen spirituellen Zipfel auch immer wir nachjagen mögen, ist das Selbst niemals selbst einer kritischen Überprüfung ausgesetzt. Wir gehen einfach davon aus, dass wir so wären, wie wir denken, dass wir sind, und dass die Realität so wäre, wie wir meinen, dass sie ist, und machen uns von dort aus auf den Weg. Wir akzeptieren diese Tatsachen als feststehend und gewiss und bewegen uns von diesem Punkt aus weiter. Damit ist der grundlegende Fehler, aus dem sich alle übrigen ableiten, bereits begangen und dagegen gefeit, entdeckt und berichtigt zu werden. Welches Wachstum, welche Entwicklung ist möglich, wenn wir nie entdecken, dass wir in einem gläsernen Sarg liegen und die „Realität“ wie Kaufhausmusik in uns eingespeist wird?

Jed McKenna

Klingt erstmal übertrieben

Ist das wirklich so?

Du siehst doch, was da ist.
Du hörst Geräusche.
Du bewegst dich durch den Tag.

Was soll daran falsch sein?


Schau einmal genau hin

Da ist ein Geräusch.

Sofort kommt ein Gedanke:
„Ein Auto.“

🔹 Was ist tatsächlich da?

Ein Geräusch.
Ein Gedanke.

Mehr nicht.

Wenn du das genauer untersuchen willst:
🔹 Gedanken untersuchen


Die Annahme passiert automatisch

Der Gedanke sagt:
„Ich weiß, was das ist.“

Und das wird geglaubt.

Ohne Prüfung.


Und jetzt das Entscheidende

Genauso läuft es mit dem „Ich“.

Da ist eine Körperempfindung.
Vielleicht Druck im Brustbereich.
Oder Spannung im Kopf.

Ein Gedanke kommt:

„Ich bin angespannt.“


Was ist wirklich da?

🔹 Da ist eine Körperempfindung
🔹 Da ist ein Gedanke

Kannst du jemanden finden, der angespannt ist?


Die Annahme bleibt unsichtbar

Es wird nicht geprüft.

Es wird einfach angenommen:

🔹 Da ist jemand
🔹 Der erlebt das
🔹 Der macht das


Genau darauf zeigt das Zitat

Nicht, dass etwas falsch ist.

Sondern:

Dass nicht geschaut wird,
was tatsächlich da ist.


Der grundlegende Fehler

Du startest immer hier:

„Ich bin da.“

Und von dort aus wird gedacht, geplant, gesucht.


Aber stimmt das überhaupt?

🔹 Was passiert ohne diesen Gedanken?

Nicht erklären.
Nicht analysieren.

Nur schauen.


Ganz schlicht

Hören passiert.
Sehen passiert.
Gedanken tauchen auf.


Die einfache Frage

🔹 Wo ist derjenige, der das macht?


Wenn du tiefer gehen möchtest

Wenn du tiefer verstehen möchtest, wie die Untersuchung der Ich-Illusion funktioniert, lies hier weiter:

🔹 Die Ich-Illusion durchschauen


Abschluss

Je genauer du schaust,
desto weniger ist sicher.

Und genau da beginnt die Untersuchung.


Wenn dich das anspricht, kannst du auf verschiedene Weisen weiterschauen:

Wenn du über neue Texte, Gruppen und Angebote informiert werden willst:
Trag dich hier in den Newsletter ein: