Begleitung Yara

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  • #5312
    Yara
    Teilnehmer

    Liebe Christiane! Lieber Johannes!

    Wer ist diejenige, die sich verwirrt fühlt?

    Ja, gute Frage! Da ist Verwirrung oder Klarheit, und da ist Egalheit, und wo ich hinschau, hinhöre, ich finde sie nicht, der die Verwirrung gehört und sich verwirrt fühlt. Es macht sie auch nicht verwirrter oder weniger verwirrt, wenn da niemand ist was verwirrt ist. Verwirrung bleibt, weil sie ist wahrgenommen , aber die die verwirrt ist gibt es nicht. Es ist wahrgenommene Verwirrung, es ist nur das was es ist. Die Verwirrte gibt es nicht und gab es auch nie. Was bleibt ist Wahrnehmung. Von wo? Von was?

    ⠀

    Was genau, wer genau wird dekonstruiert?

    Was dekonstruiert wird, ist etwas was ich noch nicht nachgeschaut habe und bei genauem betrachten sehe, dass es gar nicht so ist wie ich es wahrgenommen habe. Das heißt es öffnet sich was unbekanntes und das fühlt sich an, wie ein Konstrukt der Wahrnehmung löst sich auf und die Wahrnehmung sieht was anderes bzw nimmt anders wahr. Ja, die Wahrnehmung wird dekonstruiert. Wahrnehmung ist etwas sehr interessantes, wie kann sich das ändern, von was kommt die Wahrnehmung?

    ⠀

    Bleib bei dem Eindruck der Verwirrung und der Dekonstruktion und schau derjenigen, die es erlebt, mitten ins Gesicht. Was ist wirklich zu finden?

    Das mitten ins Gesicht sehen ist interessant. In welches Gesicht? Es taucht doch dann wirklich das Gesicht von Mir auf, wauw wie trügerisch! Und gleichzeitig ist es gesehen da ist niemand, da ist Verwirrung und es passiert etwas was wie Dekonstruktion wirkt. Passierende Leere, die aber auch als dies erkannt, benannt wird und das immer während da ist und erleben stattfindet. Kalte Füße, ohhh, es passiert ein Gefühl der Zugehörigkeit, da sind kalte Füße, die ignoriert werden, die Aufmerksamkeit bekommen und Wollsocken angezogen bekommen, … Da ist niemand drinn in den Füßen, aber spürbar und noch dazu passiert eine Bemühung. Aber Bemühung taucht auch nur auf. Da ist niemand der sich bemüht.

    Was ich gerade sehr deutlich sehe, ist das Anhalten an den Körper, oder ein Halten vom Körper. Sehe die Kontrolle, die für einen kleinen Momente gefallen ist. Komplette Stilllegung und doch da sein. Wie waches schlafen. Sehe das die Körperschmerzen von dem Anhalten am Körper kommen, von etwas das tut, das kontrolliert. Da stehe ich gerade, sehe auch da ist niemand, und trotzdem tut etwas, was ist das, was kontrolliert was? Ja, es sind körperlichgesteuerte „Programme“ die mit Gedanken kooperieren. Die Stimme ist vermutlich auch eine körperliche Erscheinung, aber ist sie gehört, oder gesehenhört? 😊

    Herzlichen Dank für eure Geduld! Euer da Sein, eure Begleitung, dass ich das erkenne 🌸💓🌸

    #5314
    Johannes Fischer
    Moderator

    Liebe Yara 🫶

    ich muss gestehen, dass ich deiner Antwort kaum folgen kann. Manchmal ist es für mich gut verständlich, z.B. “ ich finde sie nicht, der die Verwirrung gehört und sich verwirrt fühlt.“

    Manchmal sind Vermutungen darunter, die für mich unverständlich sind: „Was ich gerade sehr deutlich sehe, ist das Anhalten an den Körper, oder ein Halten vom Körper.
    Sehe die Kontrolle, die für einen kleinen Momente gefallen ist. Komplette Stilllegung und doch da sein. Wie waches schlafen.
    Sehe das die Körperschmerzen von dem Anhalten am Körper kommen, von etwas das tut, das kontrolliert. Da stehe ich gerade, sehe auch da ist niemand, und trotzdem tut etwas, was ist das, was kontrolliert was?
    Ja, es sind körperlichgesteuerte „Programme“ die mit Gedanken kooperieren. Die Stimme ist vermutlich auch eine körperliche Erscheinung, aber ist sie gehört, oder gesehenhört?“

    Was würdest du davon halten, wenn wir uns noch einmal zu dritt in einem Videocall treffen?

    Liebe Grüße Johannes

    #5322
    Johannes Fischer
    Moderator

    Liebe Yara☺️
    es war schön, dass wir uns zu dritt getroffen haben, und ich fand, dass es ein sehr schönes und stimmiges Gespräch war.
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    Wir machen jetzt einfach weiter, und ich schicke dir als Einstieg nochmal die Übung, die Christiane in unserem Call mündlich angeleitet hat.
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    Alles Liebe
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    Johannes😊

    Erleben versus Gedanken
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    Das hier ist eine praktische 60-Sekunden-Übung.
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    Du kannst die immer wieder im Alltag, in verschiedenen Situationen, wenn du kurz Zeit hast, machen. Also immer, wenn du dich an die Übung erinnerst.
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    Dann achte darauf, welche Gedanken gerade da sind und worum genau sie sich drehen.
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    Als nächstes nimm mal bewusst wahr, was du mit deinen Sinnen gerade wahrnehmen kannst.
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    Also zum Beispiel:
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    Welche Geräusche sind jetzt zu hören?
    Was genau kannst du sehen?
    Welche Körperempfindung ist zu spüren?
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    Vielleicht riecht es nach irgendwas.
    Oder du hast irgendeinen bestimmten Geschmack, den du wahrnehmen kannst.
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    Und dann überprüf mal:
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    Haben deine Gedanken irgendetwas mit deiner tatsächlichen Erfahrung zu tun?

    #5327
    Yara
    Teilnehmer

    Liebe Christiane! Lieber Johannes!

    Ja, für mich war unser Treffen auch sehr schön und hilfreich! Christiane hat schon erfahren was mal vorerst bei den Tests rauskam, aber du Johannes weißt es ja noch nicht 😊 Also der Autismus Test war negativ, aber der Maskierungstest war positiv. Vielleicht ergibt es sich, dass ich mir den Autismus mal genauer unter die Lupe nehme mit jemandem vom Fach, weil Christiane mir sagte, dass es bei Frauen meist über die Maskierung ersichtlich ist.

    Ich kann mich nicht mehr erinnern warum wir genau die Übung gemacht haben 🫣, dieses Hirn ist in Bearbeitungsprozessen und deshalb manchmal außer Betrieb, aber das hat den Vorteil, dass ich der Übung ganz frisch begegnen kann 🤭

    Erstaunlich, direkt zu erkennen, dass die Gedanken eine Welt erschaffen, die gar nichts mit dem zu tun haben was da gerade ist. Das Gehörte ist das was da gerade erklingt, das Gesehene ist da wo gerade hingeschaut wird und hat nichts mit der Umgebung zutun, die durch die Gedanken vorher erzeugt wurden. Der Geruch kam vom Bäcker, an dem ich gerade vorbeigefahren bin und passte auch nicht zu der gedanklichen Geschichte.

    Es scheint, das Eine (Gedanken/Gefühle) hat nichts mit dem was hier gerade ist zu tun. Und es scheint, als sei man wo anders gewesen, im Fluß der Gedanken, die eine bildliche und gefühlte Welt erscheinen lassen, die irgendwo stattfindet.

    Wenn man im Gedankenstrom versunken ist, scheint die Sinneswahrnehmung kaum, bis gar nicht erlebt zu sein. Und wenn dann die Sinne, nach dem Gedankenstrom, untersucht werden, kommt ein Gedanke/Gefühl hoch, wo war Ich denn gerade? Weil es scheint, man wäre woanders gewesen, weil die Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft also Fantasie stattfanden.

    Aber es gab auch Gedanken, welche im Körper Stress erzeugten, da spürte ich wie Nervosität hochkam, der Körper wurde heiß und ich fing an zu schwitzen, körperliche Anspannung war spürbar, der Gesichtsausdruck veränderte sich, … Geräusche waren da, die nicht von den Gedanken beeinflusst waren, oder mit dem aufkommenden Stress, der durch sie erzeugt wurde. Das Sehen genauso und der Geruch der zu riechen war hatte auch keinen Zusammenhang mit den Gedanken die Angst/ Stress im Körper erzeugten. Und gerade vorher habe ich an etwas Schönes gedacht, und da nahm ich ein vibrieren ums Herz wahr, plus Wärme und Entspannung, das hörende, war das was gerade Geräusche machte, und ich sah die Umgebung die hier zu sehen war und gar nicht als schön empfunden wurde und somit nichts mit den schönen Gedanken zu tun.

    Haben deine Gedanken irgendetwas mit deiner tatsächlichen Erfahrung zu tun?

    Und umgekehrt von der Erfahrung aus ausgehend, kann es schon sein, dass Gedanken sich mit der jetzige Erfahrung zu tun haben, dh sie kommentieren, labeln was gerade ist, das ist allerdings keine direkte Erfahrung per se. Es gibt aber eine weitere Erfahrung, in der wie oben schon beschrieben, Erfahrung der Sinne stattfinden, die durch Gedanken erzeugt wurden. Also dh Gedanken haben nichts mit der tatsächlichen Erfahrung zu tun, aber sie können eine erzeugen, in dem ich Anspannung, Hitze, … spüre. Natürlich kann auch eine tatsächliche Erfahrung passieren, zB jemand bedroht mich mit dem Messer und ein automatischer Gedanke passiert und ist dafür verantwortlich, dass Stess/Angst im Körper tatsächlich erfahren wird.

    Diese Übung macht deutlich, das Gedanken keine reine Erfahrung sind. Sie sind zwar direkt gehört, aber nur von diesem Körper. Wenn sie in der Erfahrung hörbar sind, dann kommentieren/labeln sie, was jetzt ist. Somit scheinen sie zur erlebten Erfahrung zu gehören, aber es tauchen immer ein paar Worte mehr auf, die dann schon wieder von der Erfahrung jetzt, abweichen und eine Geschichte daraus machen. Auch ist ersichtlich, dass Gedanken die Gefühle erzeugen, wie oben beschrieben, Stress/Angst, Liebe, … Das schockt gerade, gibt es Liebe nur durch vorher entstandene Gedanken?!!!

    Um so länger ich mich mit dieser Übung beschäftige, erkenne ich ihre Qualität!

    Herzlichen Dank! Freue mich auf eure Antwort und schicke einen lieben Gruß!

    Yara

    #5356
    Johannes Fischer
    Moderator

    Liebe Yara,

    es tut mir leid, dass ich es erst jetzt geschafft habe, dir zu antworten. Ich wollte das schon heute Vormittag erledigen, aber jetzt geht’s weiter. Danke für deine Geduld. 🙏🫶

    Erstaunlich, direkt zu erkennen, dass die Gedanken eine Welt erschaffen, die gar nichts mit dem zu tun haben was da gerade ist.

    Ja, das ist doch wirklich auch verrückt, oder?
    ⠀
    Und wie du sagst und auch weiter unten beschreibst: Natürlich können sich Gedanken auch auf das beziehen, was gerade passiert, und dann wird da eben im Nachhinein, also fast zeitgleich, kommentiert, bewertet, etikettiert, wie auch immer man das nennen möchte.
    ⠀
    Aber gleichzeitig können die Gedanken alles Mögliche erzählen, das gar nichts mit dem wirklichen sinnesbasierten Erleben zu tun hat.

    Es scheint, das Eine (Gedanken/Gefühle) hat nichts mit dem was hier gerade ist zu tun. Und es scheint, als sei man wo anders gewesen, im Fluß der Gedanken, die eine bildliche und gefühlte Welt erscheinen lassen, die irgendwo stattfindet.

    Was genau findest du, wenn du nach derjenigen schaust, die woanders gewesen ist.
    ⠀
    Und wenn du nicht mehr im Fluss der Gedanken, bist, wo bist sie denn dann?
    ⠀
    Ganz konkret. Was ist dieses Ich bzw Du ?

    Wenn man im Gedankenstrom versunken ist, scheint die Sinneswahrnehmung kaum, bis gar nicht erlebt zu sein. Und wenn dann die Sinne, nach dem Gedankenstrom, untersucht werden, kommt ein Gedanke/Gefühl hoch, wo war Ich denn gerade? Weil es scheint, man wäre woanders gewesen, weil die Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft also Fantasie stattfanden.

    Bitte untersuch das einfach noch mal und dann schau bitte genau hinter dieses Wort „Ich“.
    ⠀
    „Wo war ich denn gerade?“ Schau hinter dieses Wort „Ich“ und schau genau, was du da findest.
    ⠀
    Sag nicht einfach: „Da ist kein Ich.“ Schau nach diesem Ich-Gefühl, das in dem Moment aufgetaucht ist, als du das so geschrieben hast, und schau, was da wirklich da ist und woraus das besteht.

    Yara, bitte nur hinschauen und untersuchen und lass alle Erklärungen weg, denn die braucht es nicht.
    Schau einfach nur, was unmittelbar zu finden ist.

    Alles Liebe,
    Johannes 🫶🍀

    #5357
    Yara
    Teilnehmer

    Liebe Christiane!
    Lieber Johannes!

    Die Untersuchung finde ich wertvoll!
    Das Ich-Gefühl habe ich mir jetzt wieder genauer angeschaut durch deine Fragen, Johannes. Und es ist ein wandern durch den ganzen Körper. Ist es nicht in den Ohren, schaue ich bei der nächsten Körperregion nach die gerade in den Fokus rückt. Ist es da nicht mehr fühlbar, taucht wieder an einer anderen Stelle ein Ich Gefühl auf. Es gab auch zwei Momente wo kein Ich-Gefühl wahrnehmbar war.

    Heute kam ich nur kurz dazu die Untersuchung zu machen und ich würde da gerne noch etwas mehr Zeit verbringen, weil sie mir sehr hilfreich erscheint, da auch während den Untersuchungen des öfteren Trauer hoch kam.

    Melde mich wieder bei euch und sende euch liebe Grüße!

    Yara

    #5359
    Yara
    Teilnehmer

    Ihr Lieben!

    Möchte euch am laufenden halten, aber noch weiter machen, deshalb mal ein kurzer Zwischenbericht.

    Heute konnte ich etwas länger Untersuchen und es gab auch einen Moment außerhalb der Untersuchung, in dem einfach geschah, was halt so passierte. Ich saß im Park, Gedanken hörbar, herum schauen, Geräusche hören, nichts aufregendes und plötzlich passiert die Untersuchung und ich bemerkte, da war gar kein Ich-Gefühl in dieser Abhandlung des des da Sitzens und sein. Das fand ich spannend, dass es eh gar nicht konstant vorhanden ist.

    Ansonsten schaue ich das Ich genau an, und schaue auf dieses Ich-Gefühl so lange bis keines mehr spürbar ist, aber wie gesagt ist es dann gleich wieder irgendwo anders zu erkennen. Untersuche auch die Gedanken die eine intensive Identifikation erzeugen, sowie das Sehen und alle Sinne, weil ja genau da drinnen dieses Gefühl pickt. Das ist wichtig, weil immer wieder nur Leere ersichtlich wird und einfach das was es ist, nicht mehr und nicht weniger.

    Finde ich es nach wie vor wertvoll, da weiter zu schauen. Es ist jetzt nämlich auch Frust da, genervt sein, Aussichtslosigkeit, alles hinwerfen und einfach das Erwachen an den Nagel hängen usw. Komplette Überforderung im Kopf und der Stress erwachen zu wollen ist auch gut sichtbar, da steckt ja das Ich-Gefühl auch dahinter.

    Nehme es insgesamt als sehr wertvolle Untersuchung war und möchte, wie gesagt noch weiter machen. Die feinen Nuancen die während dieser Untersuchung passieren, kann ich gar nicht wiedergeben, vergesse sie, aber es passieren Feinheiten und versuche sie das nächste mal gleich aufzuschreiben.

    Schönen Tag euch!

    Yara

    #5360
    Johannes Fischer
    Moderator

    Liebe Yara, danke für deine Nachrichten. 🙏
    Schön, dass du auch weiter untersuchen willst. Das kannst du auch gerne tun.
    ⠀
    Ich würde dich bitten, dich immer wieder auf meine letzte Antwort und die darin enthaltenen Fragen zu beziehen, damit das Ganze eine Richtung behält.👌
    ⠀
    Trotzdem ist es natürlich gut und völlig richtig, wenn die Untersuchung im Alltag einfach passiert.

    Trauer kann natürlich entstehen, nicht zuletzt auch, weil ich ja immer eine Art sicherer Hafen war, das jetzt in Frage gestellt wird.

    Frust ist völlig ok und entsteht oft eher am Ende der Untersuchung und ist ein gutes Zeichen.🍀

    Ansonsten schaue ich das Ich genau an, und schaue auf dieses Ich-Gefühl so lange bis keines mehr spürbar ist, aber wie gesagt ist es dann gleich wieder irgendwo anders zu erkennen.

    Bitte mach das ein bisschen anders, denn du brauchst das Ich-Gefühl, um es zu untersuchen.

    Schau einfach und direkt ob in diesem Ich-Gefühl ein tatsächliches Ich ist, das mit den Sinnen zu finden ist.

    Liebe Grüße

    Johannes 🙂

    #5361
    Yara
    Teilnehmer

    Liebe Christiane! Lieber Johannes!

    Danke für die Antwort, denn sie hilft mir!

    Habe gerade auf deine vorherigen Fragen geantwortet und war super genervt, schlussendlich kam aber doch was raus. Ja, der Frust ist gerade voll da und will alles gerade hin schmeißen, was mit Ich Illusion und erwachen zu tun hat.

    Habe meine Antwort kopiert, aber hier gelöscht, obwohl ich sie endlich fertig gestellt habe 🙄😊, weil ich mit deinem Tipp nochmal von neuem beginne und ich vermute die Antwort wird sich ändern 🫣😂

    Auf ein Neues, danke für die Antwort!!!

    Bis demnächst 🤗 und einen schönen Tag!

    #5362
    Johannes Fischer
    Moderator

    Hey liebe Yara😊
    Du kannst jede Antwort einfach mit uns teilen und die muss jetzt nicht superweise oder sonst irgendwie sein. Von daher schick sie ruhig gerne trotzdem. 🙃

    #5363
    Yara
    Teilnehmer

    Liebe Christiane und lieber Johannes!

    Ok, habe deine email gerade gelesen 😂 dh ich schicke jetzt mal die von vorher und schreibe an der neuen Fassung weiter 🤭

    Was genau findest du, wenn du nach derjenigen schaust, die woanders gewesen ist.

    Sprechende und hörende Worte, Bilder, … also eine Geschichte finde ich. Diejenige ist mittendrin, als Wort und Gestalt dieses Körpers. Sie erzählt die Geschichte, sie hört und sieht die Geschichte, in der Sie die Hauptfigur ist.

    Und wenn du nicht mehr im Fluss der Gedanken, bist, wo bist sie denn dann?

    Dann passiert erleben im Hier und Jetzt. Und als Wort und Gefühl kann sie wieder auftauchen.

    Ganz konkret. Was ist dieses Ich bzw Du ?

    Ein Wort, Wörter, die vor alle anderen Wörter gestellt werden können. Sie erzeugen ein Subjekt oder nehmen ein vorhandenes Subjekt sogar auch noch ein.

    Vögel hören. Ich höre Vögel.
    Nudeln essen. Ich esse Nudeln.
    Kalt. Kälte spüren. Mir ist kalt.
    Mutter zweier Kinder. Ich bin Mutter zweier Kinder.
    Der Körper. Mein Körper.

    Bitte untersuch das einfach noch mal und dann schau bitte genau hinter dieses Wort „Ich“.
    ⠀
    „Wo war ich denn gerade?“ Schau hinter dieses Wort „Ich“ und schau genau, was du da findest.
    ⠀
    Sag nicht einfach: „Da ist kein Ich.“ Schau nach diesem Ich-Gefühl, das in dem Moment aufgetaucht ist, als du das so geschrieben hast, und schau, was da wirklich da ist und woraus das besteht

    Wo war das Ich während dem versinken im Gedankenfluss?Die Aufmerksamkeit bzw Wahrnehmung war in der Ich-Geschichte mit Ich-Gefühl. Schaue ich dann das Ich genau an, kann es in allem stecken. In jedem Gedanken, in allem was ich höre, sehe, … einfach nur Ich mit allem was Ich erlebe.

    Wenn aber das gedankliche Ich/Ich-Gefühl durch genaues hinsehen zerbröselt und nichts mehr davon zu finden ist, erscheint der Körper manchmal leer. Aber es erscheint auch manchmal so, als ob sich gar nichts geändert hat bzw verändert erscheint, sonder da ist einfach nur niemand, aber es fühlt sich alles gleich an, wie mit dem Ich-Gefühl, Ich bin nur nicht da, aber alles wird erlebt.

    Würde da gerne noch weiter untersuchen, freue mich aber natürlich auf eure Rückmeldung!

    Liebe Grüße von mir!

    #5364
    Yara
    Teilnehmer

    Liebe Christiane und lieber Johannes!

    Und nochmals von vorne 😊

    Was genau findest du, wenn du nach derjenigen schaust, die woanders gewesen ist.

    Habe heute eine ähnliche Szene erlebt und habe dann gleich nach Ihr geschaut, jene Die gerade wo anders war in Gedanken und ja, Sie lebt nur in der Geschichte als ein Wort und als Figur. Dann schaute ich im Moment hier und fragte: fehlt hier gerade etwas oder fehlte was? Habe nichts gefunden und es fehlte auch nichts. Habe bemerkt, dass relativ lange kein Ich Gefühl vorhanden war. Und es war mir nicht klar, ob das jetzt was neues ist, oder eh immer schon so war und man einfach nur davon ausgeht, dass „man“ da ist und als Ich als dieser Körper existiert.

    Also ich fand Sie nur in Gedanken, oder in Abwesenheit von diesen Gedanken: wo war Sie/Ich gerade? Wenn ich Sie im Ich Gefühl suche, dass sich oft im Kopf befindet, dann höre ich die Gedanken und es hört sich an, als sage Ich die Gedanken. Zu finden ist aber nur hören an sich. Es sagt niemand was.

    Sehen kann ich nichts was ein Ich ist, aber es scheint immer wieder so, als ob Ich aus den Augen schaue. Die Augen sind etwas tricky, wie die Gedanken auch. Bis es wieder ganz klar nur sehen ist, reines sehen. Dann passiert erleben und die Augen bewegen sich um diese Bewegung zu sehen und sofort ist das Gefühl, da schaue Ich, fühlbar. Eigentlich ist alles tricky, erkenne wie sehr das ausgehen eines Ichs, alle Sinne zu eigen machte. Sitze da und schaue fragend: wo ist Ich spürbar? Auch wenn der Verstand schon weiß, da ist kein Ich, spürt es sich trotzdem als „sich (selber) spüren“ an.

    🙄 genervt. Ist da jemand Die genervt ist? Ne. Dann verwirrt. Ist da jemand Die verwirrt ist? Da ist nur: verwirrt.

    Und wenn du nicht mehr im Fluss der Gedanken, bist, wo bist sie denn dann?

    Dann passiert erleben im Hier und Jetzt. Und als Wort kann Ich wieder hier oder in einer Geschichte auftauchen. Ja es kann auch ein Ich Gefühl auftauchen und umso genauer ich dieses Ich Gefühl ansehe, sehe ich was da gerade ist. Dh einfach gehen, niemand der geht. Hände, rote Hände, aber Ich bin nicht drinnen. Dann schauen die Augen plötzlich wo anders hin und ich schaue gleich, ob Ich da drinnen bin und rausschaue. Und ja, da war es wieder das Ich Gefühl, deutlich fühlbar, auch wenn nirgends im Kopf jemand ist. Und so ging es einige Minuten weiter und es ist interessant, denn es gab Situationen, in denen ich wieder, gar kein Ich wahrnahm und auch kein Ich fühlte. Ganz normal, es fühlt sich auch wie immer an, obwohl nichts vom Ich da war. Nur erleben passierte.

    Ganz konkret. Was ist dieses Ich bzw Du ?

    Ich weiß es nicht.
    Ein Hirngespinst 😂?
    Ein Wort.

    Bitte untersuch das einfach noch mal und dann schau bitte genau hinter dieses Wort „Ich“.
    ⠀
    „Wo war ich denn gerade?“ Schau hinter dieses Wort „Ich“ und schau genau, was du da findest.
    ⠀
    Sag nicht einfach: „Da ist kein Ich.“ Schau nach diesem Ich-Gefühl, das in dem Moment aufgetaucht ist, als du das so geschrieben hast, und schau, was da wirklich da ist und woraus das besteht

    Wenn ich dieses Ich anschaue und hinter das Wort Ich blicke, erlebe ich den Moment etwas intensiver. Es ist das erleben direkter wahrnehmbar. Kratze mich gerade am Auge und bemerke es macht vom spüren einen Unterschied, wenn es nur kratzen ist, dann ist nichts, außer kratzen ohne Zusatz. Ist es aber als ob Ich kratze, kratzt etwas und das fühlt sich nicht mehr so ausschließlich an.

    Woraus besteht das Ich Gefühl? Aus Gedanken, ganz subtile Gedanken, die man leicht übersehen kann. Wie wenn ich rot sehe, muss ich nicht rot denken, aber trotzdem ist klar da ist es rot.

    Vielen Dank und einen schönen Tag wünsche ich dir!
    Yara

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