Ein Gedanke wirkt plötzlich wahr.
Nicht wegen seines Inhalts – sondern weil er sich an etwas anhängt.
Was passiert, wenn du genau dort hinschaust, wo er seine Kraft bekommt?
Texte und Dialoge zum Durchschauen der Ich-Illusion – dem Stromeintritt, dem ersten Schritt auf dem Weg zum Erwachen.
Ein Gedanke wirkt plötzlich wahr.
Nicht wegen seines Inhalts – sondern weil er sich an etwas anhängt.
Was passiert, wenn du genau dort hinschaust, wo er seine Kraft bekommt?
Manchmal scheint der klare Blick plötzlich „weg“ zu sein – als wäre etwas verloren gegangen.
Doch was sollte hier überhaupt verloren gehen?
Wenn auch der Wunsch nach mehr Klarheit mit eingeschlossen wird, bleibt nur das: das, was schon da ist.
Wenn du hinschauen willst – und plötzlich ist da Angst.
Oder Widerstand. Oder der Gedanke: Ich kann das nicht.
Das ist kein Fehler der Untersuchung.
Es ist bereits Teil davon.
Schuld, Angst, Verwirrung, Müdigkeit, Tränen, der Wunsch, es richtig zu machen – alles gehört dazu. Nichts davon ist falsch.
Der Glaube an ein Selbst wirkt selbstverständlich.
Gedanken, Gefühle und Handlungen scheinen eindeutig jemandem zu gehören.
Doch was passiert, wenn genau diese Annahme einmal direkt untersucht wird?
Die zweite Fessel ist der skeptische Zweifel – das Misstrauen gegenüber direktem Sehen und dem Weg, der dorthin führt.
Die dritte der 10 Fesseln ist die Annahme, wir könnten durch Rituale, Gebete, Opfer Erlösung erlagen.
Im Herbst 2017 durchschaute ich die Ich-Illusion.
Dies ist die Geschichte dieser Untersuchung.
Sie beschreibt den Weg vom ersten Zweifel bis zu dem Moment, in dem klar wurde:
Das Ich, das ich mein ganzes Leben für selbstverständlich gehalten hatte, existiert nicht.